
Das Daumenlutschen ist bei Kleinkindern weit verbreitet. Sofern sie sich im Säuglingsalter befinden, ist dieses Verhalten einerseits nicht schädlich und sollte andererseits wegen seiner beruhigenden Wirkung auf das Kleinkind nicht unterbunden werden.
Erst, wenn die Kinder größer werden und ab einem ungefähren Alter von 4 Jahren nicht selbstständig mit dem Lutschen am Daumen aufhören, sollte nach den eventuellen Ursachen geforscht werden. Doch wie kannst du dann deinem Kind das Daumenlutschen abgewöhnen?
Inhaltsverzeichnis
Ursachen des Daumenlutschens
Das Nuckeln am Daumen unterstützt das natürliche Saugbedürfnis von Säuglingen. Daher sollest du es deinem Baby ruhig erlauben. Daumenlutschen kann jedoch noch weitere Ursachen haben, wodurch es sich länger als normal hinziehen kann. Hin und wieder ist so auch noch ein Schulkind betroffen. Um ihm in diesem Alter das Daumenlutschen abgewöhnen zu können, muss erst einmal festgestellt werden, was der Auslöser ist. Verantwortlich können folgende Situationen sein:
- Dein Schulkind ist verunsichert und beruhigt sich durch dieses Verhalten.
- Angst und zu hohe Ansprüche an das Kind können verantwortlich sein.
- Das Kind fühlt sich vernachlässigt, zum Beispiel nach der Geburt eines Geschwisterchens.
Wenn dein Kind weiterhin am Daumen nuckelt, beobachte, in welchen Situationen es zum Daumen greift, um die auslösenden Faktoren in Zukunft auszuschalten und dem Kleinkind das Daumenlutschen abgewöhnen zu können. Dabei können Dir sanfte Mittel behilflich sein.
Das Daumenlutschen abgewöhnen – auf die sanfte Weise
Homöopathie ist eine gute Möglichkeit, um deinem Kind das Daumenlutschen abgewöhnen zu können. Eine individuelle Behandlung mit Bachblüten ist nicht nur hilfreich, sondern auch für Kleinkinder geeignet. Fachärzte für Homöopathie bieten inzwischen flächendeckend in Deutschland ihre Dienste an, sodass du auch eine geeignete Anlaufstelle in deiner Nähe finden kannst. Wenn du gleichzeitig mit den Bachblüten das Baby in den Situationen ablenkst, in denen es am Daumen nuckeln möchte, sind die Erfolgschancen recht gut, dass sich dein Kind das Daumenlutschen abgewöhnen kann. Auf keinen Fall solltest du bei einem Rückfall mit deinem Kind schimpfen oder es bestrafen. Denn das erzeugt zusätzlichen Stress und erhöht den Drang des Nuckelns.
Und wenn sanfte Mittel nicht helfen?
Auch für diesen Fall gibt es bestimmte Hilfsmittel, die dein Kind am Nuckeln hindern und so das Daumenlutschen abgewöhnen können. Erfahrungen zeigen, dass Hilfsmittel wie spezielle Daumenlutscher Handschuhe zu Beginn zwar gewöhnungsbedürftig sind, sich im Endeffekt jedoch für die Entwöhnung recht gut eignen. Diese Handschuhe bestehen nur aus einer Daumentasche, die übergestülpt wird und am Handgelenk befestigt wird.
Hingegen sollte eine bitter schmeckende Tinktur nur im äußersten Notfall zum Einsatz kommen. Auch wenn sie ungiftig und somit nicht gefährlich für das Baby ist. Denn solch eine bitter schmeckende Tinktur wird eher als Bestrafung aufgefasst und erzeugt, wie schon erwähnt, neuen Stress. Als Erinnerungsstütze kann sie jedoch hilfreich sein, wenn sich das Kind das Nuckeln schon fast abgewöhnt hat und zum Beispiel nur noch im Halbschlaf den Daumen in den Mund steckt.
Fazit
Erfahrungen haben gezeigt, dass du deinem Kleinkind in der Regel gut das Daumenlutschen abgewöhnen kannst, wenn du Euch genügend Zeit für die Umstellung gibst, die Situation erklärst und ein positives Verhalten verstärkst, anstelle das Nuckeln bestrafst.