Eine Angina während der Schwangerschaft rasch behandeln

Eine Angina waehrend der Schwangerschaft rasch behandeln

Häufig kommt es bei Frauen zu einer Angina während der Schwangerschaft. Das ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern auch kann unbehandelt auch eine Gefahr für das Ungeborene darstellen. Zu unterscheiden sind unterschiedliche Formen der Angina, wobei die von Streptokokken ausgelöste Form einer ärztlichen Behandlung bedarf. Zur Schmerzlinderung kannst du auch auf einige Hausmittel zurückgreifen.

Eitrige Angina muss behandelt werden

Eine eitrige Angina muss unbedingt ärztlich behandelt werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann es dabei nämlich zu einer Folgeerkrankung der Nieren für die Mutter kommen. Das ist während einer Schwangerschaft vergleichbar mit Scharlach und somit durchaus gefährlich. Es kann sogar vorzeitige Wehen auslösen. Zudem besteht das Risiko, dass die Streptokokken das Herz der Schwangeren angreifen, was ebenso gefährlich ist. Grundsätzlich ist es auch so, dass eine eitrige Angina nicht von selbst wieder vergeht. Wenn du nach ein paar Tagen Halsschmerzen und weiteren Symptomen diese nicht mehr wahrnimmst, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit bloß eine Virus-Infektion der Mandeln gehabt. Auch diese kann als Seitenstrangangina gefährlich werden, auch wenn sie eher selten vorkommt.

Angina während der Schwangerschaft nicht unterschätzen

Die Symptome für eine Angina in der Schwangerschaft sind vielfältig und können rasch mit Anzeichen einfacher Rachenentzündungen verwechselt werden. Grundsätzlich leidest du bei einer durch Streptokokken ausgelösten Entzündung der Mandeln unter einem allgemeinen Schwächegefühl und Fieber. Das ist auch bei einer Seitenstrangangina so. Charakteristisch für eine Angina sind Halsschmerzen, die vor allem beim Schlucken auftreten. Zudem sind meist die Mandeln angeschwollen und sehr druckempfindlich, dies gilt auch für die Lymphknoten. Bei geöffnetem Mund sind innen die geröteten und geschwollenen Mandeln sichtbar. Bei einer Seitenstrangangina sind sie zudem oft mit Eiter bedeckt.

Behandlung einer Angina auch in der Schwangerschaft mit Antibiotika

Eine Angina in der Schwangerschaft muss ebenso wie Scharlach unbedingt behandelt werden. Damit ist klar, dass du unbedingt einen Arzt aufsuchen musst. Dieser kann mit einer einfachen Diagnose die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten. In jedem Fall kommt bei Angina auch in der Schwangerschaft Antibiotika zum Einsatz. Bezüglich der Gesundheit deines Babys solltest du dir keine Sorgen machen, denn es gibt auch Präparate wie etwa das Amoxicillin, das für Schwangere harmlos zu sein scheint. Bitte immer Rücksprache mit einem Arzt halten! Weitere Medikamente zur Behandlung einer Angina während der Schwangerschaft sollen schmerz- und fiebersenkend wirken. Präparate, die Paracetamol oder Ibuprofen enthalten sind allerdings nicht geeignet. Damit ist klar, dass eine Einnahme von Medikamenten auf eigene Faust sehr gefährlich sein kann.

Angina in der Schwangerschaft unterstützend behandeln

Wenn du Angina während der Schwangerschaft bekommst, kannst du unterstützend Maßnahmen ergreifen. Wichtig und wohltuend ist, wenn du weiche und ungewürzte Nahrung zu dir nimmst. Außerdem solltest du viel trinken, am besten stilles Wasser oder verdünnte Kräutertees. Fruchtsäfte sind wegen ihres Säuregehaltes bei einer Angina während der Schwangerschaft ehr nicht ratsam. Mit Salbeitee gurgeln, tut nicht nur deinem Hals gut, sondern lindert auch die Entzündung und wirkt desinfizierend. Ein bewährtes Mittel, egal ob du Seitenstrangangina oder eine eitrige Angina hast, ist das Ölziehen bzw. Ölschürfen. Dazu spülst du nach dem Aufstehen deinen Mund mit einem Esslöffel Olivenöl. Dann solltest du deinen Mund mit warmen Wasser nachspülen, damit die freigewordenen Giftstoffe ausgespült werden.

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